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DIE ROLLE DES MARKENRECHTS FÜR DAS WEIBLICHEN UNTERNEHMERTUM IN DER SCHWEIZ ?

Legal Marque • ZURICH


Tag: Weibliches Unternehmertum, Schweiz, Innovation

 

Lesezeit: 1.5 Minuten


In der Schweiz wurden im Jahr 2020 etwas mehr als ein Viertel aller Unternehmen von Frauen gegründet. Auch für sie sind Fragen rund um das geistige Eigentum oder des Markenrechts relevant. Ist eine Frau erfolgreicher als ein Mann? Warum ist der Anteil der Frauen an den Unternehmensgründungen immer noch geringer, obwohl in vielen Unternehmen immer mehr Frauen Führungspositionen innehaben. Die Unterschiede können je nach Sektor erheblich sein.

Wie hoch ist der Anteil der Unternehmerinnen in der Schweiz?

Im Jahr 2020 wurden 17’345 der 67’753 neuen Unternehmen in der Schweiz von Frauen gegründet. Das Unternehmertum von Frauen ist angesichts der grossen Zahl bestehender Unternehmen immer noch weniger verbreitet als das von Männern, aber es nimmt zu. Frauen verändern unsere Welt durch die Kraft ihrer Phantasie und ihrer Arbeit.

Dies ist der Fall von Giovanna Davatz, Mitbegründerin des Unternehmens Arktis, dessen Technologie Detektoren für Strahlung und radioaktive Stoffe entwickelt, um den Verkehr von Kernmaterial beispielsweise auf Flughäfen zu verhindern und zu sichern. Ein grosser Erfolg, der 10 Millionen Dollar an Investitionen angezogen hat. .

 

Nach dem ersten durch die COVID-19-Gesundheitskrise bedingten Lockdown, lag der Anteil der Unternehmerinnen im zweiten Quartal 2020 nur noch bei 37,9 %. Das ist immer noch eine gute Steigerung, wenn man bedenkt, dass dieser Anteil laut den Zahlen des BFS (Bundesamt für Statistik) 1991 bei nur 28 % lag. Das weibliche Unternehmertum wird mit einem präzisen Indikator gemessen, der die Anzahl der Frauen bestimmt, die entweder selbständig oder in ihrem eigenen Unternehmen beschäftigt sind.

Die Technologie scheint das neue Eldorado für Unternehmerinnen zu sein. Dies ist zum Beispiel der Fall von Dorina Thiess, Geschäftsführerin des Unternehmens Piavita, das einen hochpräzisen, tragbaren Monitor und eine Datenbank zur Analyse der Lebenszeichen von Pferden entwickelt hat, insbesondere für die postoperative Genesung oder die Früherkennung von Gesundheitsproblemen. Piavita wird 5,5 Millionen Dollar für den Eintritt in den US-Markt aufbringen. (https://www.piavita.com/about-piavita/).

Welchen Hindernissen können Unternehmerinnen begegnen?

In den Bereichen der Wirtschaft und insbesondere des Unternehmertums leiden Frauen immer noch unter vielen Vorurteilen.

Tatsächlich glauben immer noch zu viele Menschen, dass Männer eher Unternehmen gründen, weil sie risikofreudiger sind. Es stimmt, dass Frauen eher zögern, bevor sie ein Unternehmen gründen, dies ist aber nicht unbedingt auf mangelnde Risikobereitschaft zurückzuführen. Vielmehr ziehen sie es vor, sich umfassend zu informieren, bevor sie sich lancieren. So kennen sie sich beispielsweise bereits bestens in den Bereich des geistigen Eigentums oder des Markenrechts aus.

 

Bei Legal Marque haben wir festgestellt, dass die Anfragen für kostenlose Audits am häufigsten von Frauen kommen, die sich die Zeit nehmen, alle notwendigen Fragen zu stellen, um die Marke ihrer Idee zu schützen, bevor sie sie anmelden. Auf diese Weise können viele Hürden und Schwierigkeiten vermieden werden.

Ein Mann würde sich vielleicht eher lancieren, ohne im Vorhinein die notwendigen Informationen eingeholt zu haben. Folglich sind an den meisten Rechtsstreiten Männer beteiligt. Frauen nehmen sich eher die Zeit, sich bei Fragen zur Markenrecherche und beim Überdenken ihrer Strategien professionelle Unterstützung zu suchen.

Zahlreiche Vereine unterstützen Frauen auf Ihrem Weg zum Unternehmertum, wie Réseau Femmes PME Suisse romande (https://www.femmespme.ch); die Meraki Community (https://www.merakicommunity.com); die Association des mamans entrepreneurs en Suisse (https://www.mampreneurs.ch) und viele andere. Geduldiger als Männer, überdenken sie ihre Projekte und starten zum richtigen Zeitpunkt.

Was sind die Stärken von Unternehmerinnen?

Seit mehr als zehn Jahren gehört die Schweiz zu den Spitzenreitern des von der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) veröffentlichten Global Innovation Index, der Liste der innovativsten Länder. Die Gesellschaft verändert sich, und die Resultate der von Frauen gegründeten und geführten Unternehmen zeigen auf, dass man mit ihnen zählen muss.

Das weibliche Unternehmertum bringt frischen Wind in die Gesellschaft und die Unternehmensführung. Aufgrund der enormen Anzahl von Markeneintragungen, wird es immer schwieriger Markennamen zu finden. Wir haben festgestellt, dass die originellen Markennamen, die die Markeneintragungen erleichtern, jeweils von einem weiblichen Publikum stammen.

Frauen lancieren sich zunächst vorsichtiger als die meisten Männer. Das Projekt ist dann aber umso solider und wichtige Fragen wie jene um das Markenrecht und das geistiges Eigentum wurden bereits beantwortet.

Zudem ist die Erfolgsquote der durch Frauen gegründete Unternehmen, gemäss verschiedenen Untersuchungen unter Investoren, höher. Dies zeigt auf, wie wichtig es ist, ein Projekt gut zu durchdenken.

 

Dank der weiblichen Vision wenden sich Unternehmen in Richtung eines neuen Geschäftsmodells, das mit der modernen Gesellschaft im Einklang ist.

Das weibliche Unternehmertum entwickelt sich sowohl in der Schweiz als auch im Ausland. Es bringt frischen Wind in die Unternehmen. Mit einer neuen Perspektive, dem „Faktor Frau“, verändert sich das Unternehmertum und wandelt sich im Rhythmus der modernen Gesellschaft.